20.07.10 10:09

GOMD


Gomd aus Bremen setzten sich aus zwei Brüderpaaren und einer Sängerin zusammen. Neben dieser markanten Konstellation fällt vor allem das sympathische und für Gomd typische Understatement positiv auf. Trotz der hörbaren Affinität zum alternativen Gitarrenrock ist die Musik alles andere als eine Ansammlung abgegriffener Rock-Zitate. Vielmehr kreieren Gomd stilsicher Songs, die auf dem schmalen Grad zwischen Indie und Mainstream angesiedelt sind.

Auch wenn externer Link in neuem Fenster folgtGomd durch ihren individuellen Sound überzeugen, lassen sich Berührungspunkte mit anderen Bands natürlich nicht leugnen. The Strokes, Slut, Bloc Party oder die frühen R.E.M. seien an dieser Stelle als kleine Orientierungshilfe genannt, insbesondere für das Schaffen der vier Instrumentalisten. Dass Gomd »same, same, but different« klingen, ist nicht zuletzt der Verdienst von Sängerin Dorit Jakobs, die mit wunderschönen Melodien die instrumentale Basis der vier Jungs komplettiert. Die Redakteure des Magazins Intro bescheinigten Gomd Ähnlichkeiten mit Indie-Größen wie den Pixies, Belly und Nina Persson, und betonten den »Humor« und die »Treffsicherheit« der Band (April 2007).

Nach der ersten EP »Ace of Space« (2004), mit deren Single »Wake Up« Gomd Newcomer der Woche beim NDR 2 Soundcheck wurden, erschien 2007 das Debüt-Album »Alter Ego«. Die Mühen des einjährigen Produktions-Kraftakts zahlten sich aus: Gomd spielten sich in die Reihen der 20 Finalisten des John Lennon Talent Awards, kamen ins Airplay von Delta-Radio und entlockten dem Intro in der Aprilausgabe 2008 ein dickes Lob für ein »gelungenes Popdebut«. Doch Stillstand ist Rückschritt, dessen sind sich auch Gomd bewusst. Im Juni 2009 erschien mit der EP »Middle of the End« die erste live eingespielte Produktion der Band, mit der es gelang den individuellen, warmen aber gleichzeitig druckvollen Live-Sound auf CD zu bannen.


GOMD - Alter Ego - 19-07-10 08:32
GOMD - Middle Of The End - 19-07-10 09:05
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